In dieser Woche finden zwei spannende Veranstaltung rund um "Reparieren statt Wegwerfen" und geplante Obsolszenz statt:
Sa, 21. April 2012 • 15:00 – 18:00
Workshop, Freies Schaffen • kostenlos
Solution Space, Brüsseler Platz 26, Köln
Repair Cafe im Solution Space – reparieren statt entsorgen!
Die geerbte Lampe von der Großtante hat einen Wackelkontakt? Dein Mixer springt nicht mehr an? Dein Autoradio zeigt kryptische Zeichen im Display? Beim Wasserkocher ist der Deckel gebrochen?
Bevor du jetzt zum Reststoffhof fährst, komm vorbei und lass dir helfen. Die meisten Defekte lassen sich nämlich mit wenig Aufwand wieder beheben.
Die Dingfabrik eröffnet am Samstag, 21.04.2012 ab 15:00 Uhr bis in die Abendstunden das erste Repair Café in Köln. An diesem Samstag können alle, die etwas zu reparieren haben oder selber gerne tüfteln, in den Solution Space am Brüsseler Platz kommen. Hier wird das Team der Dingfabrik versuchen, mit euch zusammen eure defekten Dinge zu reparieren. Ein Nachmittag ganz nach holländischem Vorbild, wo es schon viele Repair Cafés gibt. Eintritt und Reparatur kostenlos. Spenden für Material und Zeit sind willkommen.
Eine Auswahl an Werkzeugen und Reparaturmaterial bringen wir mit. Wenn du dir unsicher bist, ob dein Gerät zu reparieren ist, schicke eine kurze Beschreibung des Defekts - gerne auch mit Fotos - per Mail an post@dingfabrik.de.
Bei Erfolg machen wir die Veranstaltung regelmäßig.
Technokratiebewegung, geplante Obsoleszenz & das Ifixit Manifest
Do, 19. April 2012 • 19:30 – 21:00
Vortrag • kostenlos
Dingfabrik Köln, Deutz-Mülheimer-Str. 129, Köln
Ein Vortrag von und mit Wolfram Schwenzer:
Dass technische Fragen tief in gesellschaftliche Auseinandersetzungen reichen, zeigt nicht nur die aktuelle Diskussion über DRM (Digital Rights Management), die Piratenpartei & die Besteuerung von Gewinnen im automatisierten Börsenhandel. Die Konflikte lassen sich bis in die USA und die Sowjetunion der Dreißiger Jahre zurückverfolgen.
Als Sohn eines Ingenieurs und Vater zweier Kinder, die technikferne Berufe ergriffen haben, hat mich das Thema von Kindesbeinen an auch persönlich beschäftigt.
Der Vortrag versucht, eine Bilanz zu ziehen & Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der Einzelne innerhalb neuer sozialer Strukturen seine eigenen Möglichkeiten entwickeln & verantwortlich nutzen kann.
Zur Person:
Wolfram Schwenzer, Jahrgang 1942, Sohn eines Ingenieurs (Elektrotechnik,Maschinenbau), Studium von Mathematik, Biologie, Sozialwissenschaften; wiss. Assistent an der Kölner WISO-Fakultät, danach im Schuldienst (Mathe, Informatik, Spanisch) bis zu seiner Pensionierung.
Computernutzung seit über 45 Jahren (auch Selbstbau). Diplomarbeit in FORTRAN, Statistikkurse für Sozialwissenschaftler, Informatikbeisitzer MNU.
Außertechnische Interessen u.a.: Fremdsprachen (Russisch, Arabisch), Comics, Filmgeschichte, bildende Kunst & textiles Werken.
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